Marko MarkićevićDipl. Wirtschaftsingenieur FH / Energieberater, AlpenEnergie
Kurz gesagt
Für ein Einfamilienhaus nennt EnergieSchweiz mit Stand 2024/25 in der Regel CHF 45'000 bis 60'000 für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe und CHF 55'000 bis 80'000 für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde. Im Betrieb bezahlen Sie nur den Strom, denn typischerweise stammen rund 75 Prozent der Wärme aus der Umgebung. Die Förderung legt jeder Kanton selbst fest, in Aargau, Zürich und Basel-Stadt muss das Gesuch vor Baubeginn eingereicht sein.
- Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus, inkl. Installation und Speicher, Stand 2024/25
- CHF 45'000 bis 60'000
- Quelle: EnergieSchweiz
- Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde im Einfamilienhaus, Stand 2024/25
- CHF 55'000 bis 80'000
- Quelle: EnergieSchweiz
- Erdsondenbohrung pro Meter, Richtwert
- CHF 50 bis 55
- Quelle: EnergieSchweiz
- Strompreis je kWh, Median Schweiz 2026
- 27,7 Rp.
- Quelle: ElCom
Wer die Öl- oder Gasheizung ersetzen will, stellt zuerst eine Frage: Was kostet eine Wärmepumpe wirklich? Die Antwort hat drei Teile. Die Anschaffung ist der grösste Posten, der Strom für den Betrieb läuft über viele Jahre mit, und die Förderung hängt vom Kanton ab. Dieser Ratgeber ordnet alle drei Teile mit neutralen Richtwerten von Bund und Kantonen ein. Offertpreise einzelner Anbieter stehen hier nicht.
Wärmepumpe Kosten im Überblick: Richtwerte für das Einfamilienhaus
Luft-Wasser ist günstiger in der Anschaffung, die Erdsonde teurer.
EnergieSchweiz nennt für ein Einfamilienhaus zwei Bandbreiten mit Stand 2024/25. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation und Speicher in der Regel zwischen CHF 45'000 und 60'000. Für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonde liegen die Investitionskosten in der Regel zwischen CHF 55'000 und 80'000.
Der Unterschied kommt vor allem von der Bohrung. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe holt die Wärme aus der Aussenluft und kommt ohne Bohrung aus. Die Erdsonde holt sie aus dem Untergrund und braucht dafür ein Bohrloch. Welche Geräte AlpenEnergie einsetzt, zeigt die Seite zur Wärmepumpe.
Die Bandbreiten sind Richtwerte, keine Offertpreise. Wo Ihr Haus liegt, hängt unter anderem vom Wärmebedarf, vom Zustand der Heizverteilung und vom Aufstellort ab.
Investition für ein Einfamilienhaus
Richtwerte in CHF, Stand 2024/25
Werte als Tabelle
| von (CHF) | bis (CHF) | |
|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | CHF 45'000 | CHF 60'000 |
| Sole-Wasser mit Erdsonde | CHF 55'000 | CHF 80'000 |
| davon Erdsondenbohrung | CHF 5'000 | CHF 16'500 |
Richtwerte vor Förderung, keine Offertpreise. Der Betrag für Ihr Haus hängt von Wärmebedarf, Heizverteilung und Standort ab.
Quelle: EnergieSchweiz: Wärmepumpen (Stand 2024/25) und Erdsondenbohrung, abgerufen 30.09.2026
Luft-Wasser und Erdsonde im Vergleich
Kosten Einfamilienhaus | Luft-Wasser | Sole-Wasser mit Erdsonde |
|---|---|---|
Investition, Richtwert Stand 2024/25 | CHF 45'000 bis 60'000 | CHF 55'000 bis 80'000 |
Erdsondenbohrung | entfällt | CHF 5'000 bis 16'500 |
Beispiel: jährliche Gesamtkosten | CHF 4'344 | CHF 4'090 |
Beispiel: Gesamtkosten über 20 Jahre | CHF 79'908 | CHF 88'726 |
Woraus sich die Kosten einer Wärmepumpe zusammensetzen
Laut Bundesamt für Energie gehören drei Kostenarten in jeden Vergleich von Heizsystemen. Wer nur den Kaufpreis vergleicht, lässt zwei davon aus.
- Anschaffung: Wärmepumpe, Speicher, bei Erdwärme die Erdsonde und die Installation.
- Energie: der Strom für den Betrieb, Jahr für Jahr.
- Unterhalt: Wartung und Service über die Lebensdauer.
Eine ältere Feldanalyse im Auftrag des BFE zeigt die Tendenz: Bei Luft-Wasser-Anlagen lagen die Investitionskosten im Mittel um 35 Prozent tiefer, bei Erdsonden die Betriebskosten im Mittel um 25 Prozent. Die Zahlen stammen aus älteren Messreihen und sind kein aktueller Schweizer Durchschnitt. Das aktuelle Beispiel von EnergieSchweiz weiter unten zeigt dieselbe Richtung: Die Erdsonde kostet am Anfang mehr und im Betrieb weniger.
Was die Erdsondenbohrung kostet
EnergieSchweiz beziffert die Bohrung auf in der Regel CHF 50 bis 55 pro Meter. Je nach nötiger Tiefe ergibt das für die Bohrung allein CHF 5'000 bis 16'500. Ob an Ihrer Adresse überhaupt gebohrt werden darf, klärt die zuständige Stelle von Kanton oder Gemeinde. Diese Standortprüfung gehört vor jede Offerte für eine Erdsonde.
Betriebskosten: Strompreis und Effizienz entscheiden
Eine Wärmepumpe erzeugt Wärme zum grössten Teil aus der Umgebung. Das BFE nennt als typische Einordnung 75 Prozent Umweltwärme und 25 Prozent Antriebsenergie für 100 Prozent Nutzwärme. Bezahlen müssen Sie nur die Antriebsenergie, also den Strom.
Wie hoch die Stromrechnung ausfällt, hängt vom Tarif Ihres Netzbetreibers ab. Die ElCom nennt für einen typischen Haushalt 2026 einen Strompreis von 27,7 Rappen pro Kilowattstunde. Das ist ein Haushaltsmedian, kein eigener Wärmepumpentarif. Zwischen den Kantonen liegen spürbare Unterschiede: 33,25 Rappen in Basel-Stadt, 27,89 Rappen im Aargau, 24,14 Rappen im Kanton Zürich.
Einen allgemeingültigen Jahresbetrag für die Betriebskosten gibt es deshalb nicht. Für Ihr Haus braucht es fünf Angaben: den Heizwärmebedarf, die Jahresarbeitszahl der Anlage, den lokalen Stromtarif, den Anteil für Warmwasser und den Solarstrom, den Sie selbst verbrauchen.
Was ein Vergleich über 20 Jahre zeigt
EnergieSchweiz rechnet ein Beispiel durch: ein Einfamilienhaus in einer Berner Gemeinde, das eine Ölheizung mit rund 2'400 Litern Jahresverbrauch ersetzt. Die Rechnung enthält Investition, Betrieb, Unterhalt und Energie über angenommene 20 Jahre, Förderbeiträge sind eingerechnet, Steuerabzüge nicht.
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt darin auf jährliche Gesamtkosten von CHF 4'344 und auf CHF 79'908 über 20 Jahre. Die Erdsonden-Wärmepumpe kommt auf CHF 4'090 pro Jahr und auf CHF 88'726 über 20 Jahre. Die beiden Systeme liegen also näher beieinander, als die Anschaffungspreise vermuten lassen. Das Beispiel ist eine Modellrechnung für ein bestimmtes Haus und ersetzt keine Rechnung für Ihres.
Förderung: Beiträge legt jeder Kanton selbst fest
Das wichtigste Förderinstrument für Gebäude ist das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen. Einen schweizweit einheitlichen Betrag gibt es nicht: Die Gesuche gehen an den Kanton, und jeder Kanton legt Beiträge und Bedingungen selbst fest. Seit dem 1. Januar 2025 können beim Kanton zusätzlich Gesuche für das Impulsprogramm eingereicht werden.
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bis 70 kW nennt das Gebäudeprogramm unter anderem diese Bedingungen:
- Die Anlage ersetzt eine Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung.
- Gefördert werden ausschliesslich Wärmepumpen mit Elektromotor.
- Soweit anwendbar, braucht es ein Wärmepumpen-System-Modul.
Das Gesuch kommt vor dem Baubeginn.
Aargau, Zürich und Basel-Stadt verlangen, dass das Fördergesuch vor Baubeginn eingereicht ist. In Zürich heisst das bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe vor der Installation, bei der Erdsonde vor der Bohrung. Wer zuerst baut und dann fragt, riskiert den Beitrag.
Förderbeiträge in Aargau, Zürich und Basel-Stadt 2026
Kanton | Luft-Wasser | Sole-Wasser mit Erdsonde |
|---|---|---|
Aargau (bis 70 kW) | CHF 3'000 plus CHF 60 pro kWth | CHF 6'000 plus CHF 180 pro kWth |
Zürich | CHF 2'900 bis 15 kWth, darüber plus CHF 160 pro kWth | CHF 6'800 bis 15 kWth, darüber plus CHF 420 pro kWth |
Basel-Stadt (ausserhalb Fernwärmegebiet) | CHF 8'000 plus CHF 250 pro kWth | bis 10 kWth höchstens CHF 30'000, darüber CHF 25'500 plus CHF 450 pro kWth |
Was bei den kantonalen Beiträgen zu beachten ist
Die Beiträge gelten im Aargau und in Zürich beim Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung. Für Erdsonden verlangt das Aargauer Merkblatt ein Gütesiegel der Bohrfirma, mehr zur Region auf der Seite Solaranlage Aargau. Zürich zahlt bei vollständiger fossilfreier Regeneration der Erdsonde oder bei Betrieb ohne Frostschutzmittel zusätzlich CHF 3'000 plus CHF 100 pro zusätzlichem kWth.
In Basel-Stadt beträgt der Förderbeitrag höchstens 40 Prozent der gesamten Investitionskosten, innerhalb eines Fernwärmegebiets gelten reduzierte Beiträge. Was in Basel sonst für Solarstrom gilt, steht auf der Seite Solaranlage Basel.
Wärmepumpe und Solaranlage kombinieren
Wärmepumpen werden laut BFE immer häufiger mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt. Der Solarstrom vom eigenen Dach kann die Wärmepumpe direkt antreiben. Swissolar beschreibt den Hebel dahinter: Lastmanagement. Die Wärmepumpe schaltet zum Beispiel die Warmwasserladung automatisch ein, wenn die Sonne scheint.
Warum das zählt, zeigen zwei Zahlen. Strom aus dem Netz kostet im Schweizer Median 27,7 Rappen pro Kilowattstunde, eingespeister Solarstrom brachte zum Referenz-Marktpreis im zweiten Quartal 2026 rund 3,90 Rappen. Jede Kilowattstunde, die die Wärmepumpe selbst verbraucht, ersetzt also teuren Netzstrom. Ein Batteriespeicher verschiebt zusätzlichen Solarstrom in den Abend, mehr dazu im Ratgeber Solaranlage mit Speicher.
Eine feste Ersparnis in Franken lässt sich daraus nicht ableiten. Sie hängt von Anlagengrösse, Verbrauch der Wärmepumpe und Tarif ab. Die Planungsgrundlagen von EnergieSchweiz und Swissolar empfehlen, den Betrieb möglichst in den Tag zu schieben. Für die Solaranlage selbst zahlt der Bund über Pronovo eine Einmalvergütung von CHF 360 pro kW bei angebauten Anlagen unter 30 kW. Eine erste Grössenordnung für Ihr Dach liefert der Solarrechner.
So vergleichen Sie Offerten für eine Wärmepumpe
Eine Offerte ist nur vergleichbar, wenn sie dieselben Posten enthält. Diese Punkte sollten Sie prüfen:
- Sind Wärmepumpe, Speicher, Installation und bei Erdwärme die Bohrung einzeln ausgewiesen?
- Ist der Rückbau der alten Heizung enthalten oder separat offeriert?
- Ist die Förderung Ihres Kantons berücksichtigt, und wer reicht das Gesuch vor Baubeginn ein?
- Nennt die Offerte die erwartete Jahresarbeitszahl, damit Sie die Stromkosten abschätzen können?
- Ist eine vorhandene oder geplante Solaranlage in die Steuerung eingebunden?
Planen Sie Wärmepumpe und Photovoltaik zusammen? Mit welchen Posten Sie beim Dach rechnen müssen, erklärt der Ratgeber zu den Kosten einer Solaranlage.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
EnergieSchweiz nennt mit Stand 2024/25 für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation und Speicher in der Regel CHF 45'000 bis 60'000. Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde liegt in der Regel bei CHF 55'000 bis 80'000. Davon gehen die kantonalen Förderbeiträge ab.
Lohnt sich die teurere Erdsonde?
Die Erdsonde kostet in der Anschaffung mehr und kann im Betrieb günstiger sein. Im Beispiel von EnergieSchweiz liegt sie pro Jahr mit CHF 4'090 unter der Luft-Wasser-Wärmepumpe mit CHF 4'344; das ist eine Modellrechnung, keine Zusage für jedes Haus. Ob sich die Mehrkosten zurückzahlen, hängt vom Haus, von der Bohrtiefe und vom Förderbeitrag ab. In Aargau und Zürich ist der Förderbeitrag für die Erdsonde höher als für Luft-Wasser, in Basel-Stadt gilt das ausserhalb des Fernwärmegebiets; innerhalb gelten reduzierte Beiträge.
Wann muss ich das Fördergesuch einreichen?
Vor Baubeginn. Aargau, Zürich und Basel-Stadt verlangen das ausdrücklich, in Zürich vor der Installation der Luft-Wasser-Wärmepumpe oder vor der Bohrung der Erdsonde. Das Gesuch geht an den Kanton.
Gibt es eine schweizweite Förderung für Wärmepumpen?
Das Gebäudeprogramm wird von Bund und Kantonen getragen, einen einheitlichen Betrag für die ganze Schweiz gibt es aber nicht. Die Beiträge unterscheiden sich stark: Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe beginnt die Förderung in Zürich bei CHF 2'900, in Basel-Stadt ausserhalb des Fernwärmegebiets bei CHF 8'000 plus CHF 250 pro kWth.
Wie viel spart eine Solaranlage bei den Heizkosten?
Das lässt sich nur für ein konkretes Haus beziffern. Belegt ist der Mechanismus: Läuft die Wärmepumpe, wenn die Sonne scheint, ersetzt Solarstrom Netzstrom zu 27,7 Rappen im Schweizer Median. Wie viel das in Franken ausmacht, hängt von Anlagengrösse, Wärmebedarf und Tarif ab.
Quellen
- EnergieSchweiz: Wärmepumpen, Kostenübersicht Stand 2024/25 (abgerufen 30.09.2026)
- EnergieSchweiz: Erdsondenbohrung (abgerufen 30.09.2026)
- EnergieSchweiz: Heizen mit Wärmepumpe, Kostenbeispiel über 20 Jahre (abgerufen 30.09.2026)
- BFE: Heizungsersatz Teil 2, Wärmepumpe (Kostenarten im Vergleich)
- BFE/FWS: FAWA Feldanalyse von Wärmepumpen-Anlagen (ältere Messreihen)
- BFE: Fragen und Antworten Umgebungswärme
- BFE: Umgebungswärme
- ElCom: Leicht sinkende Strompreise 2026
- ElCom: Strompreise und Tarife 2026 (Kantonswerte)
- BFE: Referenz-Marktpreise (Q2 2026: 38.96 CHF/MWh)
- Energieförderungsverordnung (EnFV), Anhang 2.1, Fassung seit 1.1.2026
- Das Gebäudeprogramm: Kantone
- Das Gebäudeprogramm: Impulsprogramm
- Das Gebäudeprogramm: Luft/Wasser-Wärmepumpe bis 70 kW
- Kanton Aargau: Wärmepumpen-Förderprogramm, Merkblatt 05/2026
- Kanton Zürich: Förderprogramm 2026, Version 01.01.2026
- Kanton Basel-Stadt: Förderbeiträge Wärmepumpen (Stand 21.09.2026)
- Swissolar: Photovoltaik, Lastmanagement
- EnergieSchweiz/Swissolar: Planungsgrundlagen PV und Wärmepumpen für Wohnbauten

Geschrieben von
Marko Markićević
Dipl. Wirtschaftsingenieur FH / Energieberater
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