Solaranlagen im Winter

09.10.2025

Vincent Müller

6 minuten

Warum Ihre Solaranlage im Winter besser läuft, als Sie denken

Die Tage werden kürzer, der Nebel drückt aufs Mittelland – und viele Hausbesitzer fragen sich: Lohnt sich meine Solaranlage überhaupt im Winter? Die überraschende Antwort: Ja, absolut! Zwar produziert Ihre Anlage in den Wintermonaten naturgemäss weniger als im Hochsommer, doch es gibt eine oft übersehene Tatsache: Kalte Temperaturen steigern die Effizienz Ihrer PV-Module massiv.

Die Schweiz erlebt derzeit einen regelrechten Solar-Boom. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie viel Energie Ihre Anlage tatsächlich im Winter produziert und wie Sie mit Schweizer Technik das Maximum herausholen.

Kälte ist Ihr Freund: Warum Minusgrade die Leistung steigern

Hier kommt die erste Überraschung: Solarmodule arbeiten bei Kälte effizienter als bei Hitze. Physikalisch gesehen lieben Halbleiter tiefe Temperaturen. Die Standardtestbedingungen liegen bei 25°C. Für jedes Grad darunter gewinnen Ihre Module an Leistung (negativer Temperaturkoeffizient).

An klaren Wintertagen – etwa wenn sich der Nebel in Basel lichtet – sind Ihre Module bei 0°C rund 10 % effizienter als im Sommer. An sehr kalten Tagen kann die Effizienz sogar um bis zu 15 % steigen. Im Gegensatz dazu verlieren Module an heissen Sommertagen, wenn sie sich auf 50–60°C aufheizen, deutlich an Leistung. Die Hitze ist der wahre Feind der Effizienz, nicht die Kälte.

Was können Sie im Winter realistisch erwarten?

Seien wir ehrlich: Im Schweizer Winter steht die Sonne tiefer und die Tage sind kürzer. Eine typische 10-kWp-Anlage im Mittelland erzeugt durchschnittlich:

  • Dezember: 150–200 kWh

  • Januar: 200–250 kWh

  • Februar: 300–450 kWh

Zum Vergleich: Im Juni produziert dieselbe Anlage etwa 1'200–1'400 kWh. Aber: Die Winterproduktion deckt dennoch oft 30–50 % des Strombedarfs eines typischen Vier-Personen-Haushalts ab. Mit einem Batteriespeicher steigern Sie den Eigenverbrauchsanteil auch im Winter spürbar. Zudem ist das indirekte Licht (diffuse Strahlung) bei modernen Modulen oft ergiebiger, als man denkt.

Der Schnee-Mythos: In der Schweiz oft ein Vorteil

"Was passiert, wenn Schnee auf meinen Modulen liegt?" Diese Frage hören wir bei AlpenEnergie oft. Die Antwort hängt von Ihrer Lage ab. Im Flachland (Basel und Umgebung) bleibt Schnee selten lange liegen. In höheren Lagen hingegen kann Schnee sogar ein Turbo für den Ertrag sein:

  1. Der Albedo-Effekt: Schnee in der Umgebung reflektiert das Sonnenlicht extrem stark (wie ein Spiegel). Trifft dieses Licht auf Ihre freien Module, steigt die Leistung massiv an.

  2. Selbstreinigung: Sobald die Sonne scheint, erwärmen sich die dunklen Module. Der angetaute Schnee rutscht bei Dachneigungen von 30–35° meist von selbst ab und nimmt Schmutz gleich mit.

Wichtig: Verzichten Sie auf manuelle Schneeräumung. Das Unfallrisiko steht in keinem Verhältnis zum Ertragsgewinn von wenigen Franken. Vertrauen Sie auf die Physik.

5 Tipps für maximale Wintererträge

1. Batteriespeicher nutzen

Ein Speicher lohnt sich doppelt. Die Sonne liefert im Winter oft nur zwischen 10:00 und 15:00 Uhr Spitzenwerte – genau dann, wenn viele bei der Arbeit sind. Mit einem Speicher (z.B. 8–10 kWh) retten Sie diesen wertvollen Mittagstrom in den Abend.

2. Intelligentes Energiemanagement

Verschieben Sie den Verbrauch in die Mittagszeit. Waschmaschine, Tumbler und Geschirrspüler sollten laufen, wenn es draussen am hellsten ist. Smarte Energiemanager erledigen das automatisch und sparen Ihnen den teuren Netzbezug (Hochtarif).

3. Anlage grosszügig dimensionieren

Planen Sie Ihre Anlage nicht zu knapp. Eine um 20–30 % grösser ausgelegte Anlage liefert im Winter genau das entscheidende "Mehr" an Energie, das Sie für die Wärmepumpe brauchen.

4. Das perfekte Duo: Solar & Wärmepumpe

Die Kombination ist unschlagbar. Eine moderne Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom ca. 4 kWh Wärme.

  • Rechnung: Netzstrom kostet Sie ca. 32 Rappen/kWh. Daraus erzeugte Wärme kostet 8 Rappen/kWh.

  • Mit Solar: Ihr eigener Solarstrom kostet in der Gestehung nur ca. 10–12 Rappen/kWh. Die daraus erzeugte Wärme kostet Sie also sensationelle 2,5 bis 3 Rappen/kWh. Günstiger kann man nicht heizen.

5. Herbst-Check

Lassen Sie Module ggf. vor dem Winter kontrollieren. Laub oder hartnäckiger Schmutz in den unteren Ecken können dazu führen, dass Schnee schlechter abrutscht.

Fazit: Die Jahresbilanz entscheidet

Die Schweiz setzt auf Solar – und das zu Recht. Auch wenn der Winter ertragsschwächer ist, gleichen die enormen Überschüsse im Frühling, Sommer und Herbst dies mehr als aus. Die kalten Temperaturen sorgen zudem für technische Bestwerte bei der Moduleffizienz.

Mit der richtigen Planung, einem Speicher und smartem Management erreichen Sie über das ganze Jahr gesehen Unabhängigkeitsquoten von 70 % und mehr.

Bereit für Ihre winterfeste Energielösung? Die Experten von AlpenEnergie beraten Sie umfassend zu Solaranlagen, Speichersystemen und der Kombination mit Wärmepumpen. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Offerte und erfahren Sie, wie viel Sie auch im Winter sparen können.

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